Die 99jährige Geschichte des TVB
Der Tennisverein Buchschlag wurde 1911 gegründet. Die ersten Aufzeichnungen über entsprechende Aktivitäten gehen aus einem "Kriegs- und Friedens- Oelblatt" vom 25.09.1911 hervor: "In Buchschlag gibt es Leute viel, die freuen sich am Tennisspiel. Aus diesem Grunde wie bekannt vor kurzem hier ein Klub entstand."
Das erste amtliche Dokument besteht aus einem Auszug aus dem Vereinsregister vom 14.5.1923. hier wurden Hans A. Müller-Laessig als Vorsitzenderund Heinrich Nieth als Stellvertreter genannt. 1928 übernahm Fregattenkapitän A.D. Max Preusse den Vorsitz und Karl Riehl wurde sein Stellvertreter. Beendingt durch den Tod von Herrn Preusse wechselte der Vorsitz 1933 wieder an Herrn Müller-Laessig.
Vom Ausbruch des 2. Weltkrieges bis zur Wiedergründung 1957 ruhte der Tennisverein Buchschlag. Breits 1955 wandte sich Herr von Eichborn an die amerikanische Besatzungsmacht mit der Bitte wenigstens einen der von ihr genutzten 2 Tennisplätze für die Ortseinwohner freizugeben. In der Offenbach Post vom 25.4.1957 findet der Leser die Mitteilung: "Die Besitzerin des Alten Forsthauses, Frau Kallmann, hat der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass die beiden Tennisplätze durch die amerikanische Besatzungsmacht freigegeben wurden und sie hoffen, diese einheimischen Tennissportlern zur Verfügung stellen zu können".
So wurde der Tennisverein Buchschlag mit 37 eingetragenen Mitgliedern am 30.4.1957 gegründet. Beim Antrag auf Eintragung ins Vereinsregister stellte sich heraus, dass der alte Tennisverein von 1911 noch nicht gelöscht war. Der Verein entschloss sich daraufhin zur Fortführung der alten Tradition unter Beibehaltung des alten Namens.
Man begann auf den Kallmannschen Plätzen am alten Forsthaus und bemühte sich, durch bewusste Förderung der Jungend und Pflege des gesellschaftlichen Lebens die Voraussetzungen für die Konsolidierung eines Klubs zu schaffen, der der besonderen Struktur Buchschlags entsprach.
Die Mitgliederzahl musste bedingt durch die 2 Plätze beschränkt bleiben. Die jahrelangen Bemühungen des Vorstandes, neues Gelände für den Bau eigener Plätze zu bekommen, hatten 1962 Erfolg. Gemeindevertretung, Gemeindevorstand und Bürgermeister Hans Meudt, die stets ein offenes Ohr für die Nöte des Tennisvereins hatten, genehmigten den Bau einer Tennisanlage auf gepachtetem Gelände in einem Niederwald an der Alten Hainertrift. Im August 1962 konnten 3 Plätze und im Dezember 1963 ein Clubhaus eingeweiht werden.
Zug um Zug wurde die Anlage bis 1977 auf die heutige Anzahl von 11 Plätzen erweitert. Auch im Winter wollte man auf eigenem Boden Tennis spielen. viele Mitglieder trugen durch Spenden, Darlehen und Mithilfe dazu bei, dass 1972 nach Ankauf des notwendigen Geländes, eine Tennishalle, die 1976 auf zwei Plätze erweitert wurde, errichtet werden konnte. Die 20 Jahre Aufbauarbeiten sind mit einem Mann verbunden, der durch seinen unermüdlichen Einsatz dies geschaffen hat. Kurt Schaaf und sein Freund Karl-Heinz Peters haben über diese Zeit als 1. und 2. Vorsitzender den Tennisverein Buchschlag weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht.
Wiederholt wurde der TV Buchschlag in den Jahren 1969 bis 1978 mit der Ausrichtung überörtlicher Meisterschaften betraut. So soll hier als Beispiel das Süddeutsche Jüngsten-Sichtungsturnier vom 23. und 24. September 1978 genannt werden, bei dem kein anderer als Boris Becker, Jahrgang 1967, Vizemeister wurde.
Unser Pressewart, Walter Rehm, schrieb damals: "Boris Becker zeigt ebenfalls großes Talent und wurde Vizemeister." Die Diskussion über ein neues Clubhaus wurde in den nächsten zehn Jahren durch die große Anzahl der Mitglieder und den vielen Wettkampfmannschaften intensiv geführt.
Konkrete Schritte wurden allerdings erst 1990 eingeleitet. Im Frühjahr 1992 beauftragte der Vorstand unter Vorsitz von Hans Wolf, Karl-Heinz Janzen bei Fertigbaufirmen Kostenvoranschläge einzuholen.
Im November 1992 erhielt die Firma Hebel den Auftrag für die Erstellung des neuen Clubhauses.
Zu diesem Zeitpunkt waren auch die Verhandlungen, die seit 1991 mit dem hessischen Forstamt liefen, soweit gediehen, dass über den Grundstückkauf entschieden werden konnte.
Im Zusammenhang mit den vorgesehenen Investitionen wurde in der Jahreshaupt versammlung auch über ökologische Fragen diskutiert. Dies führte zu der Entscheidung, eine Beregnungsanlage mit aufgefangenem Regenwasser zu installieren. Das Regenwasser sollte in zwei 25000 Liter Tanks vom neuen Clubhausdach und vom alten Hallendach aufgefangen werden.
Das Ergebnis dieser umfassenden und grundlegenden Planung war:
Die Beregnungsanlage wurde im Frühjahr 1993 in Betrieb genommen. Die Einweihung des neuen Clubhauses fand am 25.03.1994 statt. Der letzte Teil des insgesamt über zwei Hektar großen Grundstückes ging am 26.04.1996 in den Besitz des TV Buchschlag über. Im Sommer 1993 begann der Abriss und Neuaufbau des Clubhauses. Während dieser Zeit diente ein blauweis gestreiftes Zelt als "Übergangsclubhaus" . Herr Janzen führte im Auftrag des Vorstandes nicht nur die Verhandlungen mit den Baufirmen, sondern übernahm auch die Bauaufsicht, beschaffte das Mobiliar für das Geschäftszimmer und einen großen Teil der Kücheneinrichtungen.
Wenn nötig legte er selbst Hand mit an. Frau Löwenfeld, die als Kassenwärtin dem Vorstand seit über 30 Jahren angehört, behielt dabei stets die Finanzen im Auge und sorgt auch heute weiterhin für die regelmäßige Entschuldung. Mitglieder und Vorstand blicken mit Stolz auf ihre schöne Anlage im Wald.











